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Thema: Torpedo Tiefeneinstellung

  1. #1
    Admiral Avatar von See_Wolf
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    Torpedo Tiefeneinstellung

    Ahoi, Kaleuns.

    Zum verstehen, warum mal ein Torpedo explodiert und mal nicht, versuche ich nun mit einer schematischen Darstellung euch das Problem etwas näher zu bringen.

    Da immer wieder im Chat die Frage bei Magnetzündung die Meter unter Kiel aufkommt und dabei die Meinungen meist zwischen 1 m und 2 m schwanken, wähle ich ein Maß von 1,5 m unter Kiel als Alternative aus.

    Im folgenden Bild sieht man eine optimale, niemals vorkommende Situation. Kein Wellengang.

    Das U Boot ist auf Seerohrtiefe und feuert ein Torpedo mit Magnetzünder und 1,5 Meter unter Kiel.
    Daraus ergibt sich eine Torpedotiefe, bei 9,5 m Tiefgang des Schiffes, plus 1,5 m unter Kiel, die Torpedotiefeneinstellung von 11 m.
    An der Grafik erkennt man anfangs ein absinken des Torpedos (rote, gepunktete Lauflinie), bis sich die Tiefe von 11 m justiert hat. Der Torpedo läuft sauber auf gewünschter Tiefe in das Ziel und wird 1,5 m unter dem Schiff explodieren.


    Nun der Fall, der sehr oft vorkommt: Starker Wellengang.

    Wie oben, wird das U Boot auf eine durchschnittliche Tiefe von 12 Meter gehalten. Wieder wird ein Torpedo mit Magnetzündung und 1,5 Meter unter Kiel genommen. Wieder hat das Schiff einen Tiefgang von 9,5 m und die Lauftiefe des Torpedos 11 m.
    Nur durch die Wellenberge und Täler wird das Schiff mal weiter aus dem Wasser herausgehoben und auch Tiefer in das Wasser hinein gedrückt.
    Auch hier wird der Torpedo anfangs auf die eingestellten 11 m Tiefe gehen. Aber auf seiner Laufstrecke versucht er immer wieder die Tiefe, verursacht durch die Wellen, zu korrigieren. Teilweise gelingt das auch. Aber bedingt durch seine Geschwindigkeit und Trägheit eben nur Teilweise. Erkennbar durch die von mir unruhige, rote, gepunktete Linie.

    Würde im ungünstigen Fall, wie dargestellt, gerade das Schiff aus dem Wasser steigen, der Torpedo aber nicht ganz die Tiefe korrigieren können, dann ist er zu tief und läuft einfach unter dem Kiel durch ohne zu explodieren. In der Grafik mit 2.5m unter Kiel angezeigt.
    Taucht das Schiff aber gerade tief in das Wasser ein, könnte, im umgekehrten Fall, aber der Torpedo auch direkt den Rumpf treffen. Auch nicht optimal, weil dadurch ein geringerer Schaden entsteht.

    Da ja niemals Ein feindliches Schiff von vorne, oder von hinten angegriffen wird, sondern immer von der Seite, habe ich im zweiten Bild ein gelbes "V" beim Schiff eingezeichnet. Dieses "V" symbolisiert den Querschnitt durch den Rumpf des Schiffes und zeigt wie schmal der Bereich unter Kiel ist, bei dem ein Torpedo mit Magnetzündung reagieren kann.

    So lassen sich auch die oftmals weit auseinander reichenden Schadensbilder am feindlichen Schiff erklären.

    Wie ist nun die korrekte Einstellung der Torpedotiefe bei einer Magnetzündung ?
    Diese Frage kann man nicht ganz korrekt beantworten. Oder, das kommt auf die Situation an. Der Kaleu muss mit seinem Wissen die richtige Einstellung vornehmen und dann hoffen, das er auch das kleine bisschen Glück hat, das Schiff im optimalen Bereich zu treffen.

    Erfahrungsgemäß gilt eine Faustregel, niemals mehr als 1,5 Meter unter Kiel schießen.

    Dabei gilt die einfache mathematische Rundungsregel:
    Bis einschließlich 0,4 abrunden.
    Ab einschließlich 0,5 aufrunden.

    Rechenbeispiel:
    Gemessener Tiefgang des Schiffes 6,4 m. Abrunden auf 6m, plus 1 m, ist 7 m Torpedotiefe.
    Gemessener Tiefgang des Schiffes 6,5 m. Aufrunden auf 7m, plus 1 m, ist 8 m Torpedotiefe.

    Ihr seht selber, lieber zu hoch eingestellt und in den Rumpf treffen, als zu tief eingestellt und der Torpedo explodiert nicht.

    Gruß und gut Schuss,
    See_Wolf
    Angehängte Grafiken

  2. #2
    Leutnant zur See Avatar von pela
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    Hallo

    Gut geschrieben , auch der Bereich wegen Wellengang.

    Es hat aber heute noch User , die wo sagen der Wellengang habe keinen Einfluss.
    und aber auch stur auf 2 Meter bleiben mit aufrunden.


    das ist ein Thema , wo man lange darüber reden kann oder könnte.

    MfG
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    das reicht.Mehr brauch nicht.

  3. #3
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    Hallo See_Wolf,
    auch für Anfänger gut erklärt und sollte für alle verständlich sein.
    Aber: ein auf 10 Meter (für großen Tanker), MZ, eingestelter Torpedo explodiert auch, wenn er ein Schiff unterläuft, dass nur einen Tiefgang von z.B 3,3 Metern aufweist. Der Schaden ist allerdings sehr gering, leichte rosa Färbung, höchstens ein X.
    Ist mir in der ersten Zeit häufiger passiert.

  4. #4
    Admiral Avatar von See_Wolf
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    Ahoi Pela. :-)
    Folgendes ist nicht für dich gemünzt. ;-)
    -----------------------------------------
    Als Nachtrag, den ich mir eigentlich sparen wollte.

    Dass der Wellengang mit Sicherheit einen Einfluss auf einen Torpedo hat und sei es nur, weil das Ziel sich auf und ab bewegt, sollte ja wohl auch jedem Skeptiker klar sein, da man eindeutig im Periskop das Ziel "steigen" und "fallen" sieht.

    Ebenfalls ist auch der Wellengang Einfluss nehmend auf die Torpedos selber, genau so wie er auch auf das eigene U Boot im aufgetauchten, vorgefluteten und auf Periskoptiefe untergetauchten Zustand einwirkt. Diese Bewegungen kann man am eigenen U Boot durch die Bewegungen des Periskop wahrnehmen und ab und an, bei genauer Beobachtung, auch nach einem Abschuss von Torpedos durch die dargestellte Blasenbildung unter Wasser, wenn man dabei noch etwas tiefer geht und das U Boot sich in den Bewegungen beruhigt.
    --------------------------------------------
    Alle, die behaupten es sei nicht so, sollten sich mal mehr mit dem Spiel beschäftigen und genauer es unter die Lupe nehmen. Nicht nur blindlings um sich ballern, sondern auch etwas Fingerspitzengefühl und logisches Denken entwickeln.

    Alle die stur auf ihre 2 m bleiben, sage ich: "ja, warum nicht." "Bleibt dabei."
    Aber erzählt nicht eure falschen Angaben im Chat den Neuen, denn ihr habt eventuell bisher nur Glück gehabt. Und dann höre ich immer genau die Leute mit den 2 m Einstellungen schreien, wenn der Aal unter dem Schiff durchläuft. Aber mit dieser, einen, "Faustformel" steht man eben immer auf der sicheren Seite.

    Und wenn jetzt Jemand kommt mit dem Argument "Blindgänger", dem sage ich: "Nein, das ist ein eigenes Kapitel, das mit dem hier nichts zu tun hat." Aber sehr wohl auch, zum Teil, mit den Wellen zusammen hängt, aber auch mit dem technischen, prozentualen Ermittlungen mehrerer programmierten Vorgaben und den Schwierigkeitsgraden.
    ---------------------------------
    Allerdings, teilweise, lassen sich die "Frühzünder" wieder mit der Sache hier verknüpfen. Nur muss man sich dafür um die Schiffe eine "Aura", also ein größeres Magnetfeld als die Kontur des Schiffsrumpfes vorstellen, das als Kollisionsabfrage für die Magneteinstellung des Torpedos dient. Dazu, das Schiff in einer, ins Wasser eintauchenden Phase vorstellen, wobei der Kiel tiefer als die Einstellung des Torpedos liegt. Durch das größere Magnetfeld, als der Rumpf selber ist, das den Auslöser des Torpedos bedient, wird dieser weiter vor dem Ziel ausgelöst. Der Schaden fällt viel geringer aus, bis sogar, es wird gar kein Schaden verursacht.
    ------------------------------------
    Und, "nein" auf Strömungen lasse ich mich nicht festlegen, falls das noch Einem einfallen würde.
    ------------------------------------
    SHO ist nicht ein stures "Null acht fünfzehn" - Spiel. Ich kann immer nur sagen: "In dem Spiel steckt mehr, als ein Spieler auf seinen unachtsamen, flüchtigen Blick zunächst erkennen kann.

    Gruß,
    See_Wolf

    PS
    Auch zu diverse Bugs und technische unzulängliche Abweichungen, sowie durch Rollbacks, oder Verbindungsunterbrechungen verursachte Fehler, die zu verfälschten Ergebnissen führen, lasse ich mich nicht ein.
    Geändert von See_Wolf (01.03.15 um 17:29 Uhr)

  5. #5
    Kommodore Avatar von Kaleulogtim
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    ich halte mich lieber mal zurück bei diesen eklärungen ^^....nur soviel...wenn bei mir mal einer durchläuft...weiß ich fast immer woran es lag....am vergessen des umschaltens von AZ auf MZ ...aber gut...ich verfolge nun mal die disskussion ^^..._:-D

  6. #6
    Admiral Avatar von See_Wolf
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    PS PS

    Auch auf Fehler der Spieler selber, bin ich nicht eingegangen, weil das eine Rubrik ist, die ich mit meinen ganzen Erklärungen versuche zu beseitigen.
    Voraussetzung: Die Spieler lesen und kapieren, was, wie, wo, unter welchen Bedingungen funktioniert.

    ;-))

  7. #7
    Admiral Avatar von See_Wolf
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    PS PS PS Ist ein Porsche :-))

    Weitere Ergründung zum Verstehen des Spiels:

    Jeglicher Form von Simulation sind auch Grenzen gesetzt, die man stets beachten muss.

    Die erste Grenze folgt aus der Begrenztheit der Mittel, das heißt der Endlichkeit von Energie (zum Beispiel auch Rechenkapazität, Internet-Leistung, ...), Zeit und nicht zuletzt auch das Geld. Eine Simulation muss also auch wirtschaftlich gesehen Sinn ergeben.
    Aufgrund dieser Einschränkungen muss ein Modell möglichst einfach sein. Das wiederum bedeutet, dass auch die verwendeten Modelle oft eine grobe Vereinfachung der Realität darstellen. Diese Vereinfachungen beeinträchtigen naturgemäß auch die Genauigkeit der Simulationsergebnisse.

    Die zweite Grenze folgt daraus: Ein Modell liefert nur in einem bestimmten Kontext Ergebnisse, die sich auf die Realität übertragen lassen.
    In anderen Parameterbereichen können die Resultate schlichtweg falsch sein. Daher ist die Validierung der Modelle für den jeweiligen Anwendungsfall ein wichtiger Bestandteil der Simulationstechnik.

    Als mögliche weitere Grenzen seien Ungenauigkeiten der Ausgangsdaten (etwa Messfehler), sowie subjektive Hindernisse (zum Beispiel mangelnder Informationsfluss über Produktionsfehler) genannt.

    Nachzulesen, mehr über "Definition Simulation" bei:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Simulation
    --------------------------------
    Umgesetzt bedeutet das, dass meine oberen Bilder im Eingangs-Beitrag und deren Erklärung auch nur einen ganz kleinen Eindruck vermittelt, wie es in Echt abläuft, oder ablaufen kann.

    Die Programmierer haben nun die Aufgabe, diesen Eindruck, es wäre so, im Spiel umzusetzen.
    Sie versuchen mit abgewandelten Annäherungen dies dem Spieler zu suggerieren
    http://de.wikipedia.org/wiki/Suggestion.
    Angenähert empfindet es der Spieler auch so.
    Jedoch, kann niemals eine reale Welt künstlich erschaffen werden. Die dazu notwendigen Parameter sind schier unendlich und verändern sich mit, in unmessbaren Bruchteilen der Zeit. Somit entspricht SHO auch schon, bedingt mit allen Einschränkungen, einer Simulation.

    Damit das Spiel aber auch spielbar bleibt und noch ganz andere psychologische Reaktionen (chemische Reaktion) im menschlichen Körper hervorrufen (Glücksgefühl, Angst, Spaß, Wünsche, Spannung, Gewinne, ...) ist man gezwungen, eine Simulation auch in einer Mischung von selbst erarbeiteten Erfolgen, dem einfacheren Mitmenschen zugänglich zu machen. Daraus ergibt sich, das auch eine Einfachheit eingebaut sein muss.
    Es ist eine waghalsige Gratwanderung zwischen zu schwer und zu leicht.
    -------------------------------------
    Nur wer die Grundlagen der realen Welt versteht, ist auch im Stande, eine virtuelle Welt einigermaßen sich zu erklären.
    Wirklichkeit getreue Erklärung kann nur Jemand über das Spiel abgeben, der auch die Programmierung vorgenommen hat. Also den größten Einblick hat der Projektleiter und dann seine Programmierer.
    Der Spieler kann nur die suggerierten Eindrücke erfassen und sich vielleicht, an Hand der realen Umwelt und mit dem Wissen über die physikalischen Gesetze, sich die Funktion erklären. Programm-technisch sieht es ganz anders aus. Diese zwei Tatsachen muss man immer getrennt betrachten.

    Ich habe nur annähernd die suggerierten Eindrücke mit den physikalischen Gesetzen zu vermitteln versucht. Ob dies verständlich rüber gekommen ist, kann nur Jeder für sich beantworten, oder sich mit seinen eigenen Worten, oder Gedanken verständlicher machen.

    Ich gebe nur einen Denkanstoß. Den Rest müssen die Spieler selber herausfinden.

    Gruß,
    See_Wolf
    Geändert von See_Wolf (01.03.15 um 21:19 Uhr)

  8. #8

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    Sehr informativ und guter Beitrag für mich als Neuling. Nur: WO stellt man denn den Tiefenwert ein?

    Liebe Grüße

  9. #9
    SHO-Wiki-Team Avatar von Klingsor
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    Hallo Novalis62, willkommen erst mal!
    Am Periskop/UZO hast Du neben den roten Knöpfen der Rohre rechts einen Schieber (Torpedoeinstellungen bei Mouse-over),
    den mal rauschieben, da kannste dann Tiefe und Geschwindigkeit der Aale einstellen.
    Und bitte besuche uns auch hier: SHO WIKI
    Gute Fahrt!
    Sächsische Bergflunder
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