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Thema: Seemannsgarn, und Hafenkneipe

  1. #1
    Maat
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    Seemannsgarn, und Hafenkneipe

    Ahoi.
    Hier mal einen Thrad wo man Geschichten zur See erzählen, oder sich (im RPG-Stil) mit anderen Kommandanten austauschen kann.
    Und mal schauen, vielleicht bekommen wir ja sogar eine fortlaufende Story hin ;-)




    -----------


    Ein, nun sagen wir mal, etwas betagterer Kommandat betritt das Offizierskasino in Willemshaven.
    Er ist von kleiner, schmaler Statur, unter seiner Weißen Mütze quillt dunkelbraunes Haar hervor, doch sein Gesicht ist als starker Kontrast mit einem dichtem rotem Bart überwuchert.
    Dieser Bart ist fast schon zum Markenzeichen von Kaleu A.Schulz geworden, denn er pflegt ihn auch noch nach abgeschossener Feindfahrt zu tragen, und ihn erst einen Tag vor dem Auslaufen abzurasieren.
    "Moin Kameraden." grüßt Schulz in die Runde, während er in einem der freien Sessel platz nimmt, und eine der Kellnerinnen zu sich ran winkt.
    "Sagt mal: kommt es euch so vor, das unser Nachschub an Torpedos nicht immer ganz glatt läuft? Ständig bin ich neue Anforderungsformulare am ausfüllen, komm' mir schon manchmal vor wie ein Papierkrieger.
    Trotzdem sind die Vorräte an Aalen immer knapp."
    "Oder nehmt ihr die Dingers etwa mit nach hause?"
    Schulz schaut schmunzelnd, doch fragend in die Runde

  2. #2
    Admiral Avatar von See_Wolf
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    "Griast de Schulz" erwiedert ein anderer Kaleun vom Nachbartisch mit einem etwas verzerrtem Lächeln zurück : "Hot di a der VU mit an bledn Bladl gnervt?" Sein Bier schwappt in seinem angeheiterten Zustand und seinen übertriebenen Handbewegungen über den Rand eines Edelweiß verzierten Maßkruges . "Des saublede gschreibsl kenna se spoarn . Kriang doa ma eh net , wos ma woin und --- na, Schuize , so an schiachn Aal dad i ma nia hoam".

    Gestern , am frühen Morgen ist der Urbayer erst mit seinem angeschlagenen Boot eingelaufen und morgen muß er nach Berlin zum Raport. Die Anforderung hat ihm den letzten Nerv gekostet und ist seit dem frühen Nachmittag schon im Offizierskasino versunken .

    Aber vier Maß Bier saufen sind nicht auf Grund des nervenden VUs zurückzuführen . Nein , sein Grund ist die traurige Nachricht aus seinem Heimatdorf .
    Sein Haus , das nahe am Bahnhof liegt , ist bei einem Bombenangriff der Amerikaner , die ihr Ziel verfehlten auf dessen Grundstück niedergagangen.
    Sepps Frau ist samt Kind , Katz , Hund und dem gesamten Viehzeug schon im Frühjahr vom Hof auf die Alm gezogen . Jeden Sommer verbringen sie auf der Alm und kommen erst im Herbst wieder herunter . Diesen Winter wird aber wahrscheinlich nichts daraus. Der Hof im Tal ist komplett unbewohnbar.
    Glück im Unglück.

    "Wos moanste mit den AAAlen ? Konst jo meine hom . I bin eh de nachsten Wochn net do." antwortet der Kaleun dem Schulz. "I muaß erstmoi Hoam und zamrama , wos de Tommys hi gmocht ham" seine kräftige Rechte streckt den noch fast vollen Maßkrug dem Schulze entgegen . " Prost , Oider , los ma uns am Orsch leckn . Nu hama erst mal a Ruha vorm ganzn Schmarrn". Nach dem zusammenklirren des Glases und dem Krug setzt der Bayer an und saugt , wie ein ausgedörrter Schwamm in einem Zug , die Maß leer .

    "Mare , no oane!" winkt Kaleun Seppl , der Bayer zur See , der Bedienung zu . "Oane geht eiwei no!"

  3. #3
    Admiral Avatar von See_Wolf
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    Ah, da ist ja die Hafenkneipe.

    Ein Bier und eine wahre Geschichte.

    Heute Nacht. Ja, Heute Nacht geschah es. Alle saßen gemütlich im Global, die einen machten im Stillen ihr Einzel und zwei Alte mit einem etwas Jüngeren am Stammtisch, rudelten miteinander. Ich spielte auch im Einzel und unterhielt mich immer wieder zwischendurch mit den Kameraden vom Rudel. Hin und wieder meldete sich ein Anderer und grüßte Alle. Wenige Fragen kamen und so war es ein entspanntes und lustiges Miteinander. Ich lachte sogar Tränen über die Scherze der Anderen.

    Da, plötzlich, die Tür wurde aufgerissen. Ohne einen Gruß stürmte ein Fremder herein und baute sich vor dem Stammtisch auf. Dieser Fremde blähte seine Brust und verlangte, dass sie den Kanal zu verlassen hätten. Als ich diese knappen und unfreundlichen Töne hörte ahnte ich schon was passieren werde. Alle drei vom Stammtisch fragten: "Was ?" - "Wie bitte ?" - "Warum ?". Keine Erklärung vom Fremden, sondern nochmals die Aufforderung den Global zu verlassen. Ich wollte schon was sagen, aber die Drei waren schneller. Jeder sagte nur: "Nein !" - "Niemals !" - "Wir gehen nicht !" Drei Watschen für den Fremden.

    Dieser aber, überzeugt von sich, baut sich noch aufgeblasener als vorher auf und meinte: "Ich war schon in der End CB hier !" Damit traf er bei mir ins Schwarze. Mit diesem Satz stolperte er auch sofort mit seinem Gesicht in meine Handfläche: "Warum kenne ich dich dann nicht ? Warum habe ich nie von deinen Testergebnissen im alten Forum gelesen ?" Etwas kleinlauter Antwortete er: "Ich muss ja auch arbeiten."

    Das rief die bisher im Hintergrund gebliebenen auf den Plan.
    Aus den ruhigen Ecken des Raumes scharrten auf einmal die Stühle am Boden und ganz unerwartet standen auch die leisen Einzelspieler da und einer nach dem anderen verpassten sie dem Fremden einen Tritt in den Aller-wertesten. Ein weiterer Spieler wollte noch besänftigen, kam aber zu spät.

    Ohne ein weiteres Wort war der aufgeblasene Goggel verschwunden und hinterließ nur ein paar ausgerupfte Federn.

    Die ganze Szene dauerte nicht länger als maximal zwei Minuten und Alle saßen wieder an ihrem Platz und spielten weiter, als wenn nicht geschehen war.

    Eine so schnelle und zahlreiche Reaktion auf so einen ungehobelten Angeber hätte ich niemals erwartet. Noch ein paar Minuten saß ich mit offenem Mund da und konnte es kaum glauben.
    -----------------------------------------------------------------
    Wisst ihr an was mich dieses Erlebnis erinnerte ? An meine alten, fast vergessenen Jahren in der Bundeswehr, als Kameradschaft noch großgeschrieben wurde: "Niemand spricht so mit meinem Kameraden, verstanden !"

    Hut ab. Das war echte Kameradschaft.

  4. #4
    SHO-Wiki-Team Avatar von HammerheadShark
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    Moin Moin, See_Wolf ;-)

    Also erstmal :

    Die ursprüngliche Idee von A_Schulz finde ich gar nicht mal so schlecht. Ein wenig SHO -Phantasie mit einer Prise Alltag könnte schon lustige Anekdoten hervorrufen ...
    Nur ist wohl niemand mehr darauf eingegangen...und ich denke mal, bei einem Neustart wären dann auch wieder nur die üblichen Verdächtigen mit dabei. (Siehe Forenspiele). Sehr gute Idee gewesen, nur wieder zu schnell ausgestorben. Vielleicht lässt sich ja nochmal was in der Art starten...

    und zum Vorfall :

    Ja, der Chat... ich habe es zwar neulich nicht miterlebt, da ich im E-Chat war, aber ich kenne solche Geschichten zu gut. Irgendwelche Dummschwätzer platzen herein, und denken, der King zu sein. Greifen andere Spieler schräg an und sind wohl möglich selbst mit dem Schlauchboot unterwegs und wollen erzählen, wie es hier zu laufen hat.
    Könnt man glatt in die Chatbox reinschlagen. Zum Glück sind das meist Eintagsfliegen. Merken dann doch, wie zäh das hier laufen kann, und verlieren die Geduld.
    So trennt sich dann irgendwann doch wieder Spreu vom Weizen ;-)

    Grüße,
    Hammer
    Geändert von HammerheadShark (21.01.15 um 15:23 Uhr)


  5. #5
    Admiral Avatar von See_Wolf
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    Jo, HS.

    Des do ist a griabigs Wirtshaus und is a glei um de Eckn vom Bunker. Do hob i mi scho damois glei dahoam gfuit. Oba leda is der Kneipnwirt a schnei pleite ganga. Ko wunda. I war sei einziga Gost.

    Jetza woit i moi a wengerl aus da Chat vazäin und dacht ma, do war doch moi a Hofnkneipn. Ouso suach ma se moi. Des Heisl steht no, nua da Wirt is furt.
    Des Dirl is jo nua o gloant, oiso nei un a Maßerl zapfn. Un weis do so stad is, hob i eifoch as verzäin o gfangt.
    Wos is bessa zu verzäin, ois des wos ma do dalebt hot. Un wei ma jo olle a an Dialekt hom, warum net a wiers Mei gwoxn is. A wens nu koa zamhängade Gschicht werd, so ko ma oba nei schreim, was ma wui.

    Scho in andana Foren hob i so Versucha gsein, de a net domit gfruchtet hom. A wenn do vui mehr Leit wan. Des Platzerl do is gnau des, um a moi an Frust vom Laib zu ren.

    Oiso, hoi da a a Maßerl und huk di nieder. Prost. :-))

  6. #6
    Admiral Avatar von Kaleu-Andreas
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    Moin Moin ihr zwei,

    Freitag Morgen und ich kann mir ein schmunzeln nicht verkneifen. ich bin auch etwas irritiert, denn der Beitrag hier ist ja nun auch schon 2 JAhre alt und hab ihn nicht gesehen bei meinen Streifzügen durch das Forum. Wenn ich meine literarischen Ergüsse dazu beitragen könnte wäre das eine willkommene Abwechselung. Denn jeder gestandene Kaleun hat auch mal eine Ruhepause verdient.

    jetz bruche me nur noch a Pittermännche Kölsch dobei und dat janze schmölzje an eene Desch, dann jit dat ne schöne lockere Verzäll.


    Gruß Andreas
    " Jeder Aal der über 2000m abgeschossen wird, kann als Feigheit vor dem Feind ausgelegt werden."

  7. #7
    Admiral Avatar von See_Wolf
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    Jo hobedeehre Kaleu.

    "Freile, huck di nua do her. A Kölsch und a Kurzn werd ma scho no zambringa. Do host das moi wida. De Oidn seim hom des Wirtsheisl vagessa. I seim jo a."
    Der bayrische Kaleu schwingt seine Maß und winkt zur Tür und zum Schulz gewand meint er noch:
    "Schaug, wan hoid a moi ana von de Junga Leit-nan-de nei kema dat, ..."
    Leutnande extra betont:
    "... dem dad i moi vazein wie ma an Aal schiaßt und a ins schwoarze nei haut."
    Schulz zieht die Augenbrauen fragend hoch und der Bayer redet weiter.
    "Na heast jo oiwei, de Jungspund, wieas rean, im Funk."
    Mit imitierter Piepsstimme ahmt er einen Funkspruch nach:
    "Da geht es doch nicht mit rechten Dinge zu. Drei mal einen Aal auf einen Frachter geschossen und alle gehen vorbei."
    In seinem Dialekt weiter:
    "De Burschn hom moi wida in da Schui net aufbasst. De vagessn glatt baim Zuin des gian, roin und stampfa vom Boot. Des siagt ma do scho in da Optik, wias Boot orbeit."
    Er dreht die Augen und feuchtet sich nochmal die Kehle an.
    "Is jo gloar, dos net treffa. Schiaßa duan de Feign Hund fui zweit weg und wans a wengerl aufe un owe geht homs net de Ruha a zwortn, bis des Zui a mittig is. Scho drukans aufs Knepferl." De Hameboana kerat erna longzogn, de Jungspund, de."
    Schulz nickt nur.
    "Wans da 3000 Meta hom, sahn des jo etlicha Meter nemam Zui. Buam, do miast scho no nahaner one geh."
    Er schiebt das Kölsche und den Kurzen über die Bar, weiter zum Kameraden.
    "Schmeg moi, ob des des Pittermännche a is."

  8. #8
    Admiral Avatar von See_Wolf
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    Jo, Schulz.

    Wanst a moi a wengerl Urlaub host, packst dei Waib und deine Kinderl ei und bsuachst mi dahoam.
    Bist herzlichst eiglon. Kumst zu mia noch Berchtesgaden. Zoag i da wo i dahoam bin.
    Dei Waiberl ko mit Meim umadum ziagn und mia lossns uns a guat geh.

    Zoag i da moi wo der Ade sei Sommerresidenz hot. Woast scho. An Obersoizberg. Is glei um de Eckn. Koane zeha Minuten vo mia.

    Nochat, Gema a wengel weida ind Berg nei. I woas do a Platzerl auf am Jogasteig. Nema a Spekulierglasl mit und schaug umhe, auf an Oberjettenberg. Do wern jo a unsere neichn Torpedos testet.
    Do werst Augn kriagn. Da ganze Berg is inna hoi. Nei derf ma net, oba draust siagst des neiegste Kriegszeigstl des sonst no koana gseing hot.
    Und aufm Hoamweg mach ma in Piding Rast, mochan a gschaide Brodzeit und wanst no lust host, zoag i da mei Zenzi, de Susi, de Mare, und de Glore. Na und mei Stier.
    I sog das. So an Stier host no net gseing. So a fleißiga. De Kraft. De Stoiz. Ko wunda, hot jo a de schensta Madl vo ganz Bayern.

    Am nachsten Dog pack ma d Pferdl. Reitma hintre zum Königsee. Nehm a Rudaboot. I nimm mei Trompetn mit. For ma zu a steile Wand und i spui do auf.
    Woast, an der Wand, do host bei schena Wedda a bsundas guats Echo. Do wernts da de Ohanwaschl aufstein. Füfzeha moi und mehr, kumt do des Echo zruck. So wos host dei Lebn net kehrt.
    nochat ruada ma umhe zur Insel. do steht a kloane Kapein, a Schlesserl und a a griebigs Wirtshaus. Werma wos essn und nochat reit ma wida hoam.

    Da Watzmann kena mia aufestaing. Guade zwoadausendzwoahundert Meda gehts do nauf. Do werst das merka, worum mia a solche Wadln hom. Omat gema zur Ostwand. Do konst moi nunter schaung, wannst da traust. Tausendachthundat Meter gehts do senkrecht nunter.
    De Manderl do drunt schaugn aus wia de Ameisn. Von do host a Sicht, bis zu deim Sochsn, na fost. Oba, bis zur Weiswurschtgrenzn schoh. Konst an Ade sei Heimat seing, woast scho. Des Österreich do. Do seigst de ganza Oipnkettn bis int Schweiz nei.
    An Mo Blo in Frankreich konst seingn und a de Zugspitz. Kloa, do gibts scho a a Wirtshaus. Des Watzmannhaus. Werma a bracha. An Durscht kriang ma do drom sicha.

    Na und wanst no Ulaub übrig host, nehma at Königliche Reichsboh und packan de Schie ei. Los ma uns noch Zei om See kutschieren, zu de Reichan und de Bonzngschwerl, duan so ois kerat ma dazu und forn de Berg mit de Bredl owe.
    In da Nocht mit de Fackeln. Werst scho seing. A du konst mit de Bredl owe sausn. Ois koa schieß. Dei Kinda nema mit. De kenna mit de Schlien erna Spoß hom. Dann hom de Waiba a a moi erna ruah.

    Wo ma a no hi kenna, de Kinda und a dei Waib mit ko, is an Chimsee. Mach ma a Dampferfahrt ume auft Frauen- und Herreninsel do stenga de Schlesser vom Kini no. De san scho a guat o zua seing. Des Schloss Neischwanstoa is aba a bisserl scho zu weit. Da miasat ma scho zwoa Dog rechna.

    Wanst schaugst, dast an Oktober kiemst, kena mir olle a auft Wiesn forn. Wiesn ? A so. I moan des Oktoberfestl, Zminga. Noch a boa Maßerl is Wiesn leichta zu sogn. Des macht sicher de Kinda a riesen Freid. Mia verziang uns ins Hofbreihaus, wo de Ade sei Rede koidn hod und machan do unsa Gaudi.
    Nochat seigst a wos von Minga. As Glockenspui am Stachus, Gema aufe auf de Türm von da Fraunkirch. Kafa wos zum futtern am Viktualienmarkt ei. Brach ma jo gwis wos a für dohoam.

    Na und a wengerl Entsannung brachts jo a. Do auf meim Hof is schee staat. Do stert Nermats. Kriagst des Surheisl. Do seits aloa. Und a kloana See is a glei neba dro. Unsa Kinda san do euwei beim boden, angeln oda forn aufm Eis.
    De guade Luft werd da dei blosses Gsicht wieder aufblüha lossn. Dei Waib werds a gfoin. Dat mi wunda, wennst net an kloana Bayer mochst.

    Nochts kema de Reh und de Wuidschweinderl bis auf am Hof zurba. Oiso net da schreka, wanst auf am Heisl huckst und draust rumpet wos. Unsa Hund passt scho auf eich auf. Na und da Misthafa is auf der ganz anda Seitn, beim Stoi. Den schmekst gor net.

    Ume auf Soizburg kena mia a geh. A Stünderl gmütlich zwirlings, nüber über a kloane Brukn, über de Saalach und Soizach. Kema Plettn foarn. Is a lustige Flußfahrt auf an Floß, mit a Faserl Bier und a Musi, bis nach Burghausn. Do steht de gresste Burg überhaupt. Mia kena aba a weider forn, bis nach Passau. Do is jo scho de Weiswurschtgrenze. Woast a. Donau hoid.
    Oda mia gehn weida, nauf aufm Berg, mittig vo Soizburg, Do steht drunt des Naturkundemuseum und oben is a liabs Kaffehaus und siehgst des ganze Soizburg und de Oipn.
    Do kena de Waiberl an Valängernten dringa und Kucha essn. Sich an Ösl sei Schmäh nei ziagn. "Gnä Freilein" und so. De Kinda kena unta de Kastanienbam spuin. Mia mochan no an Abstecha ins Casino. Evtl homa a Glück und gwina a no wos.

    Eine, ins Saoizbergwerg kema a geh. Des is a wos scheens. Bist mittn im Berg, do wird des Soiz obbaut. No a schene Höhle woas i. De Katedrale, do drin is scho was. Stalagmiten und Stalktiten wachsen do kirchturmhoch nei. A gfrorana Wasserfall is do a zu seing. Mit de Fackeln ko ma in des Eis nei geh. Des Eis macht a phantastisches Lichtspui draus. Muas i da zoagn.

    Hinterm Hof ziagt a Woid nauf am Berg. Do is mei Jogdrevier. Kema Wuid schißa. Wost mogst, homa do. Reh, Hirsch, Kids, Antn, Goasn, Widda, Wuidschwein, Fasan, oder a nur an Hosn. Wanst ganz guat bist im Klettern, woas i a no an Adlerhorst. Seil hob i. Is a bisserl hoaklig do am Berg, aber bis auf fufzeha Meda kumt ma hi. Nimmst dei Photogerät und machst Buidl von an Adler. Evtl sogar von de Junga.

    Obnds hock ma uns vors Haus, auft Bank, rachan a Pfeif, tringa noch an Obstler, 80 Umdrehungen und schaugn owe ins Doi. Spuit moi des Weda net so mit, bleim ma hoid drinat in da Kuchn, am Kamin, zoag i da wia ma Schofkopfn durd. Mei Nochbar kumt a no, werma a weng Ziach, woast scho, Diadonische und Hockbrett spuin. Mei Frau singt no a boar Gstanzl.

    De Zeit, werst seing, vergeht da wia im Flug. Do werst gor net mehr hoam woin. Des vasprech i da. Wanst dann doch hoam muast, kriagst a no a Gselchst, a Greicherts, a Butter und a gscheits Bauernbrod, ois hausgmacht mit. Net dast ma aufm Hoamweg vahungerst.

    Zwor dog werst bracha mit de Dampflock. Zwoa Dog a wida hoam. Bleibst a guade Wochn, oda Zwoa. Host a wos fua dahoam zu vazein, wanst di do nochat übahabst no verstenga.

    Wos sogst ? Is des net wos für Di ?

  9. #9
    SHO-Wiki-Team Avatar von HammerheadShark
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    Wieder in der Hafenkneipe….

    Kaleu Schulz scheint mit den Gedanken noch in der letzten Nordatlantikoffensive zu stecken. Die Schlacht um Ivittuut hat ihm und seine Crew fast das Leben gekostet. Nur um die neuartige Technologie „Anti-Sonar-Beschichtung“ zu erhalten, sanken zahlreiche VIIC und VIIC/41 bei dem banalen Versuch, die eisige Südspitze zu erobern. Alles geopfert für eine Technologie, die gegen Ende des Krieges völlig sinnlos ist.

    „Wer soweit gekommen ist, braucht den UBoot-Präser jetzt auch nicht mehr“, denkt sich Kaleu HammerheadShark insgeheim.

    Die meisten wurden durch Hedgehogs geknackt, ein weiterer Teil ging durch Fliegerangriffe verloren, da sie an der Wasseroberfläche rumfuhrwerkten, und dann einen auf die Zwölf bekamen. Der traurige Rest wurde mit der neuen Technologie belohnt…aber zu welchem Preis?
    Enorme Veluste, durchsiebte UBoote, Reparaturkosten unbezahlbar.

    Auch Kaleu Schulz wird diese Albtraumfahrt nie vergessen. Alles lief schief. Ungelernte Crew… der erste WO hatte Probleme, die Torpedolösungen auszurechnen... der zweite WO erlag einer Salmonellenvergiftung. Funker und Navigator versuchten gemeinsam, die neuen Befehle und Zielkoordinaten über die ENIGMA zu entschlüsseln.
    Das dauerte aber vieeeel zu lange, und Kaleu Schulz war prompt im falschen Sektor gelandet.

    „Verlass dich auf andere, und du bist verlassen“ , fluchte er.

    Der Dieselverbrauch stieg dadurch enorm, weil ein neuer Kurs ermittelt werden musste. Nur der Ingenieur schien der einzig wahre Lichtblick zu sein. Er und der Horcher waren für Kaleu Schulz sehr wertvoll. Sie wussten in allen Situationen Bescheid, und behielten immer einen kühlen Kopf. Auch nach schweren Wabotreffern, und einem Fliegerangriff, der einen Großteil der Crew tötete.
    Mit ihrer Hilfe konnte Schulz das völlig ramponierte UBoot doch noch nach Nazaire bringen.

    Unterbrochen werden seine Gedanken von einem unbekannten Seemann, scheinbar ein Veteran, sitzend in der Ecke.
    Er babbelt ordentlich angetrunken vor sich hin...

    "Seit Woch´ toobt die See, keen ruich Minut mer. Neulich us Versehe ´nen Franzos´ gesenkt… War nurn zahmer Schlepper.
    Der hatt sich ´nen Zäpfsche gefangen, der fürn englisch Spähschiff ´edacht war. Wat turnen die Frösch´ auch zwisch uns Reihen ´rum ?
    Solln ihr Baguettes und Käs herstelle. Ha, wenigsts zwo Bretterboxen konnt ´von uns erbeut werd."

    "Wege de schleschte Sicht in de Nacht konnt wir ufftauche unnach Überreste suche. Keene Überlebende zu sehe, nur die zwo Kist triebe herrenlos umher. Die hüpften uns mit den Wogen entgege. Uns Kaleu hats selbst rausgefischt. In den Kist warn nur Plunder, Krimskrams…
    ´n paar Goldmünzen, komisch Kleider unnen paar Bücher. Wolltn die Kist grad über Bord werfe, als uns der doppelte Boden auffiel… Innen Geheimfach lage einige Pullen Wein. Alt und versifft. Uf den Schildern stand wat wie Saint Vidal, Burgund Jahrgang 1879. Plörre über 60 Jahr alt. An Wertanlag´ dacht dabei keener von uns. Uns Kaleu sacht nur :

    „In 72 Stunden erreichen wir den Hexenkessel. Da kommen nicht viele lebend durch. Lasst uns heute Abend feiern und Morgen ausruhen“.

    Er nahm eine der Pullen und schlug den Kopf ab, zog sie halb leer, und ließ einen ordentlichen Rülpser vom Stapel. Die Mannschaft gröhlte… .



    Kaleu HammerheadShark wendet sich wieder dem alten Seebären SEEWOLF zu, und erzählt auch von seiner letzten Feindfahrt:

    „Ein Verband aus 10 Kriegsschiffen lief uns übern Weg. Schon wieder…….“

    „Liefern ständig neue Waffentechnik . Wollten glatt in Gibraltar einlaufen, die Saubande. Wie konnten die nur die Afrikanische Westküste hochschleichen ? Diese Mission war ein schöner Erfolg. Niemand hat uns bemerkt. Habe mir zuerst die rechte Flanke geschnappt. Ha, könnt jetzt noch lachen, wie blöd die sich angestellt haben. Kaum einer versenkt, kam sein Artgenosse angewackelt, um zu schauen, was da passiert ist. Ahnunglos liefen sie ins offene Messer. Vier Zerstörer waren beim ersten Treffer schon Geschichte, sehr guter Schnitt. Dennoch gab es später Probleme …“

    „Kaum die LUT´s verbraucht, ging der Spaß los. FEHLZÜNDER….FEHLZÜNDER….und wieder !“

    „Ständig schepperte es …nur ohne Wirkung. Die feindliche Besatzung schien lachend davonzuziehen. Zum Glück hatt´ ich zweites Boot in der Nähe patrouillieren lassen. Konnte damit frontal zuschlagen, und "klar Schiff" machen....Wäre verdammt knapp mit die AALE geworden, sach ich dir !“

    „Jeder zweite ging zu früh hoch, verdammich noch mal. Die beiden GKS, lausige Countys, konnten dadurch erstaunlich viel verpacken.
    Eine V&W wurde zufällig lahmgeschossen und ließ sich unbemerkt viele Km zurückfallen. Also wieder zurück, zum versenken. Natürlich lauerte schon ein Bomber in seiner Nähe.“

    „Hat ihm aber auch nicht mehr viel geholfen, der AAL war schneller.“

    Mit verschmitztem Grinsen kloppt sich Kaleu Hammer die Maß hinein... und freut sich auf den nächsten Zehnerpack ;-)))


  10. #10
    Admiral Avatar von See_Wolf
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    Herunter gezogene Augenbrauen und ein zusammengepresster Mund verheißt nicht Gutes.

    Kaleu Sepp See_Wolf betritt die Kneipe und steuert ohne Gruß und ohne die Anwesenden eines Blickes zu würdigen schnurstracks auf die Bar zu. Zapft sich einen Krug voll Bier und zieht ihn mit einem Zug leer. Setzt ab und Flucht, was das Zeug hält, während er das zweite Mal vollschenkt.

    "Himmekreizgruzefixsackezementhallelujanoamoi. " grollt er und setzt noch mal an.
    Knurrt und grummelt vor sich hin, hebt den zweiten Krug nochmal und schüttet das Bier bis zum zweiten Auge in sich rein.
    "A soicha Schaß. De Hirnis. Na ... ."

    Bei den Anwesenden bleibt dieses zwiderne Gesicht natürlich nicht unbemerkt und einer gesellt sich zum Sepp.
    "Wat isn, Sepp ?"
    Sepp blickt nicht hoch. Antwortet nur knapp: "De Hirnis de. Do host endlich an Befehl, lafst aus, effnst dei Order und bekommst an bschissnen Funkrelais-Auftrag."
    "Autsch." Antwortet der Andere: "So wat machen doch sonst nur die kleinen Fischer."
    "Jo. Nomoi. Oba, was is scho Nomoi. I hob mi de ganza wochnlong int Nordsee nei lega miassn und an Funk abhearn soin. Oba des is jo no net moi des, wos mi sauer gmocht hod."
    "Nicht ? Wat denn dann ?"

    "A so a Jungspund hod mi auft Palme gbrocht."
    "Wat ? Eener, frisch von der Akademie ?" wird weiter geforscht.
    "Jo. Aner der de erste Stund auf See ganga is. Scho bei seina ersten Frog host gmerkt, der hod des Tut einfach übersprunga."
    "Aber dat ist doch nicht schlimm. Kennen wir doch schon." beruhigt der Andere.
    "Glor, des was jo a net." erzählt Sepp weiter. "Oba, noch der dritta Frog kuhmt a Funkmeldung von an andernan Kaleu nei, der hod auft WIKI hideit. Woast scho, de showiki.de.vu."
    "Und? Das ist doch auch in Ordnung." erwiedert der Andere.

    "Jo, oba de Antwurt donauf is de, de mia at Sichrung naushaun hod lossa. Der Neiche moand nochat glatt ... --- Seiten mit der Endung .vu da stehen nur Unfug !! drinn! --- ... Do hots ma de Ohan viere gsteit."
    "Ahhh. dat kann ick mir jut vorstellen." wirft Einer ein, der zufällig mitgehört hat.

    Sepp weiter: "I, ouso Funk zruck ... --- UNFUG !! Diese Aussage ziehst du sofort zurück und entschudigst dich ! --- ... Noch a gfuide Ewigkeit kumt a a Antwort. ... --- wenn du meinst. --- ... I send des friends Wui: ... --- Entschuldigung angenommen. --- ... A wenns jo gor koane Endschuidigung gwen is."
    "Mann, da bist ja noch sehr zurückhaltend gewesen."
    "Jo, oba des wurmt mi hoid oiwei no."
    Der Andere klopft Sepp auf die Schulter, nickt und geht zu seinem Platz zurück. "Mach dir nichts draus. Solche gibt es auch."

    "Wan i kant, dad i übat Funkwellen erm ins Gsicht springa und sei heiseherische Bledheit aus seim Kopf naus haun." Denkt sich Sepp und setzt etwas beruhigter den Krug an. Jetzt hat er wenigstens jemanden diesen Vorfall erzählen können. Da fühlt man sich schon wieder besser.
    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Er dreht sich um und entdeckt Den Herrn Kaleu Hammer, ebenfalls mit einer Maß bedient.

    "Derf i mi zube pflanza, Herr Kaleu ?" fragt Sepp und Hammer nickt.
    Aufmerksam hört sich der Sepp See_Wolf an, was Neues Hammer zu erzählen hat.

    "Jo, nachat warst oiso vor Gibraltar ? Des is oba a koa Zuckerschleka. Wa do jo no net, oba wost do so herst, des geht a auf koa Kuahaut. In so ana Gegnd wimmelts jo nua so von englischen Zerstörern. Do host jo a rechts Glück kobt, an Konvoi dawischa, de anscheind a nua aus Deppen bstanden hot.
    Oba nochat a no so a Hafa Blindgänga zu hom, is net schee."

    Sepp hält Hammer seine Maß hin und sie stoßen kräftig an.
    "Oba du bist wida do. Des is des wichtigste überhabst. Hoam kema und de Mannschaft zu erna Waiberl gsund zruck bringa. Und wanst a no so an Abschuß mit bringst ... Mera wuin ma jo a net.
    Mogst no a Maßerl ? I lod di ei. "

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